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Ich bin nicht einfach
und schon gar nicht einfach ich

Wie ich den Donald Trump in mir kennenlerne

Karin Wess hat in ihrem wundervollen Beitrag „Ganz einfach ich“ dazu aufgefordert, ebenfalls einen Beitrag zu diesem Thema zu schreiben.

Und jetzt sitze ich schon ein paar Tage hier und überlege, wer ich denn bin. Seit der Wahl von Donald Trump beschäftige ich mich intensiv mit dem Donald Trump in mir. Denn mich beschäftigte die Frage, was hat es mit mir zu tun, dass dieser Mensch zum wohl mächtigsten Mann dieser Welt gewählt wird.

Das tut ganz schön weh. Denn ich bin tief in mich hinein und habe erkennen müssen: auch das bin ich.

Ich bin ziemlich überheblich und arrogant und die Art, wie ich auf Donald Trump herabsehe, unterscheidet sich in keiner Weise von der Art, wie Donald Trump auf Mexikaner oder Frauen sieht. Von oben herab eben.

Und ich bin rassistisch. Ehrlich. Das zuzugeben tut weh. Denn eigentlich mag ich mein „Ich liebe alle und bin super liberal“-Image. Und das bin auch. Aber, und das Aber ist groß, es gibt auch den rassistischen Teil in mir.

Wenn ich drei Tage im Luxuswellnesshotel mit meinem Mann Urlaub mache und dabei Russisch oder Ungarisch höre, nervt mich das. Und ich schäme mich dafür, dass es mich nervt. Aber es nervt.

Wenn ich abends online gehe, um mit der ganzen Welt Bridge zu spielen, dann will ich nicht mit jeder Nationalität spielen. Ehrlich. Mein Spielpartner und ich müssen gemeinsam spielen, kommunizieren und uns vertrauen. Mit Italienern mach ich das nicht, auch sämtliche Spieler aus dem Ostblock meide ich. Wenn jemand aus Afrika auf dem Platz gegenüber von mir sitzt, wundere ich mich, dass er Computer und Internetzugang hat. Wie peinlich ist das denn? Manchmal verfluche ich mein jahreslanges Training in Selbstbeobachtung, denn ich muss mich ständig damit konfrontieren, was mein Hirn so denkt.

Aber so ist es nun mal. Am liebsten spiele ich mit Amerikanern und Menschen aus Schweden und Norwegen, auch Griechen, die sind den Italienern zwar ähnlich, aber ich liebe nun mal Griechenland. Franzosen kommen gar nicht in Frage, schon allein weil die ihr Profil nicht auf Englisch schreiben….Ich könnte euch noch tausend kleine Beweise für meinen Rassismus aufzählen.

Aber es trifft auch meine deutschen Mitbürger.

Menschen, die AfD wählen, halte ich für total unterbelichtet, Hartz 4-Empfänger für faul, Mütter, die ihre Kinder unter drei in die Kita stecken, halte ich für Rabenmütter, Eltern, die sich scheiden lassen, ohne vorher eine Paarberatung besucht zu haben, sind für mich verantwortungslos. Menschen, die ungefragt machen, was ein Arzt ihnen sagt (inklusive impfen), halte ich für dumm, wer nicht bereit ist, an sich zu arbeiten, hat eigentlich gar nicht verdient, überhaupt zu leben.

Ja, das bin ich.

Voller Vorurteile. Ebenso voll wie Donald Trump.

Es ist nicht einfach, das zu akzeptieren.

Denn ich will so gar nicht sein.

Natürlich gibt es auch andere Facetten von mir. Manche mag ich, manche mag ich nicht. Also den Donald in mir mag ich nicht. Das heißt nicht, dass ich ihn nicht akzeptiere. Aber zustimmen tu ich dem nicht. Ich mag den englischen Satz: „To accept does not mean to agree.”

Auch andere Aspekte an mir mag ich nicht.

Ich schiebe unangenehme Dinge immer auf. Das hat zur Folge, dass wir hunderte von Euro jedes Jahr für blödsinnige Mahngebühren rauspulvern und aus einer kleinen Zahnfüllung irgendwann eine aufwendige Wurzelbehandlung wird oder die freundlichen Menschen vom Finanzamt die Geduld verlieren.

Ich liebe es, Recht zu haben, und ich habe Recht. Weil das so ist, spiele ich gerne den Retter. Schließlich weiß ich, wie es besser geht und kann wunderbar anderen Menschen erklären, was sie zu tun haben, damit ihr Leben besser läuft. Und nur um weiterhin radikal ehrlich zu sein: Ich mag mich in dieser Rolle.

Obwohl ich weiß, dass sie Teil vom Drama ist und ich damit unterschwellig „Ich bin o.k. – Du bist nicht o.k.“ kommuniziere.

All das bin ich, und nein, es ist nicht einfach.

Ich provoziere total gerne, und gleichzeitig will ich, dass mich alle mögen. So viel zum Thema einfach. Eher wohl „Mission impossible“.

Natürlich kann ich euch hier auch all meine sogenannten positiven Anteile aufzeigen.

Es gibt durchaus Ichs in mir, die mich sehr liebenswert machen. Ich weiß, was es bedeutet zu dienen, ich liebe auf einer sehr tiefen Ebene, ich lasse mich ein und gehe mit meinen Klienten durch jede Scheiße, ohne mir die Nase zuzuhalten. Ich habe sehr viel Weisheit in mir und eine gute Verbindung „nach oben“.

Ich habe ebenso viel Mutter Teresa in mir wie ich von Donald Trump habe.

Ebenso viel Teufel wie Gott.

All das bin ich, und politisch korrekt müsste ich jetzt sowas schreiben wie „und es ist mir egal, was andere von mir denken.“

Ist es mir aber nicht.

Ich will, dass Du mich magst, auch wenn Du mich nicht kennt. Ich will, dass mich die ganze Welt toll findet. Und ich kann damit leben, dass dem nicht so ist.

Ich bin ein Angsthase, der viel Mut hat.

Ein Mensch, dessen Herz am Leiden in dieser Welt täglich bricht und der das Leben liebt.

Ich habe viel Scheiße gefressen und habe Gold daraus gemacht.

Mein Enkel hat vor kurzem gesagt: „Ich kenn mich auch.“

Und ich dachte: Wow, das würde ich von mir auch sagen können.

Meinen Donald Trump habe ich gerade erst in seiner ganzen Dimension kennengelernt.

Fakt ist: Ich kann nicht wirklich sagen: „Das bin ich“. Denn eigentlich kenne ich mich noch nicht wirklich.

Aber ich lerne immer mehr über mich. Und hoffe das hört niemals auf. Und dann, wenn ich auf meinem Sterbebett den hoffentlich letzten Beitrag in meinem Leben schreibe.

Dann sage ich euch, wer ich war.

 

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Die Chance für unser Buch unter deinem Weihnachtsbaum

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Warum kämpfen wir in unseren Beziehungen?

Teil 1: Prägende Momente

 

Wer oder was bestimmt eigentlich darüber, wie wir uns verhalten? Wir selbst? Schön wär‘s. Tatsache ist, dass wir alle meist alten Mustern folgen. eine Situation in der Wir reagieren auf Gegenwart, indem wir sie mit bereits gemachten   Erfahrungen in unserer Erinnerung abgleichen, und unser Gehirn veranlasst eine Reaktion. Das ist sein Job. Manchmal geht das ganz schnell, ohne Denken: Wir sehen einen Skorpion und springen zur Seite, ehe wir das Wort Skorpion überhaupt denken oder gar bewusst eine Entscheidung treffen.

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Nominierung für den Liebster Award,

Wow, da ist man ganz gemütlich im Urlaub und wird man eben mal für einen Award nominiert. Ich freue mich wie ein Schneekönig und danke Dir von Herzen, liebe Sabine Brüß, für die Nominierung und damit natürich auch für die Anerkennung.

Liebster Award wurde von der wundervollen Zauberfrau Carina Seewald ins Leben gerufen, um Menschen wie mich, die neu in der Welt des Bloggens sind, zu unterstützen. Ehrlich, das tut wirklich gut.

Hier, liebe Sabine, meine Antworten auf deine 11 Fragen:

 

Welcher ist dein wichtigster Charakterzug?

Ich glaube einer meiner Qualiäten ist, dass ich wirklich Zuhören kann. Damit locke ich aus den Menschen Worte, die tief aus ihrem Inneren kommen und die sie mit ihren tiefen essenziellen Sehnsüchten und Wünschen verbinden. Zuhören ohne jemanden zu bewerten ooder zu korrigieren, ohne ihn mit irgendwelchen Fragen in irgendeine Richtung zu lenken hat für mich etwas mit Dienen zu tun, und Dienen ist etwas, das ich wirklich, wirklich von tiefstem Herzen lernen will. Außerdem kann ich alleine mit Zuhören den Menschen vermitteln, dass sie das grundlegende Gut-Sein in sich haben. Ich lasse mich nicht von den Masken und Spielchen einfangen, die Menschen treiben, wenn sie Angst vor tiefen Beziehungen haben.

 

Wovon hast du überhaupt keine Ahnung?

Small Talk. Ehrlich. Das geht gar nicht. Ich hab schon alles versucht. Bücher gelesen mit meiner Freundin auf Tour gegangen, damit sie mir beibringt, wie das geht. Und ich hab mich auch genau an ihre Anweisungen gehalten: „Hi, warst du schon öfter bei dieser Band auf dem Konzert“, hab ich den Typen neben mir gefragt, genau so wie sie mir das vorgemacht hat. Tja, und eine halbe Stunde wusste ich alles: über seinen Unfall, die Monate im Wachkoma, die Schwierigkeiten in der Reha und dabei,sich wieder in dieser Welt zurechtzufinden, die Freundin, die sich dann von ihm getrennt hat etc.  Naja, immerhin habe ich zugehört. Normalerweise stehe ich auf Partys herum und weiß nix mit mir anzufangen, weil ich eben nicht weiß, wie das mit dem  Small Talk geht.

 

Welche Musik, welcher Song inspiriert dich?

Nur ein Song? Echt jetzt? Hm... Also erstmal: Ich stehe auf Rockmusik. Am besten, sie ist älter als ich, also 60-er 70-er Jahre. The Band, Crosby, Stills, Nash (& Young), die Stones. Oder auch Southern Rock mit einem ganz leichten (wirklich nur leichten) Einschlag zum Country. Blackberry Smoke könnte ich gerade rauf und runter hören. Ich sag jetzt mal meine 5 liebsten Songs. Also Stairway To Heaven und Hotel California – die Klassiker schlechthin. Aus persönlichen Gründen, weil das Lied mich durch die Wirren der Pubertät gerettet hat: „Helfe Kann Der Keener“ von Bap. Natürlich muss eines von Freddy Mercury und Queen dabei sein. Nur welches? Wahrscheinlich „Who Wants To Live Forever?“. Wenn ich wirklich mich nur auf einen einzigen Song beschränken darf: Dann würde ich "Me And Bobby McGee" nehmen. Zum einen, weil Janis Joplin einfach überhaupt keine schöne Stimme hatte und trotzdem gesungen hat, wie eine Göttin, mit all ihrem Wesen und ihrer Liebe. Und weil dieser Text: „Freedom is just another word for nothing left zu lose“, mich tief in meiner Seele berührt und auch einen sehr spirituellen Aspekt hat.

 

Was ist das größte Ziel in deinem Leben?

„Undepended happiness“ – also bedingungslos glücklich zu sein. Egal, wie katastrophal die Umtände sind, wie groß die Not ist, mein Ziel ist, in jedem Moment, in dem klitzeklienen „Hier und Jetzt“, frei von äußeren Umständen, die Dankbarkeit und die Freude zu spüren, dass ich Leben darf.  Dass alles gut ist, und selbst wenn es schmerzhaft, herausfordernd ist, es dazu dient, dass ich wachsen kann und mich entwickeln. Ich weiß, glücklich zu sein klingt ziemlich egoistisch. Vielleicht kann ich es auch anders formulieren. In der Lage zu sein, alles, was ist und wie es ist, zu akzeptieren. Meine Mitmenschen, meine Umgebung, die Umstände. Und nur falls jetzt jemand wieder mit Kriegen und Ungerechtigkeiten kommt: „To accept does not mean to agree“  - (zu aktzeptieren heißt nicht, zuzustimmen). Und wenn ich ganz ehrlich bin, drücke ich mich gerade nur um die wahre Antwort auf diese Frage. Und die ist: Mein wahres Ziel, ist das bestmöglichste Werkzeug für die göttliche Energie zu sein. Dass ich in in der Stunde meines Todes sagen kann: Ich hab getan, wofür ich vorgesehen war.

 

Welches Kompliment bedeutet dir wirklich viel?

Ich glaube das schönste Kompliment, das man mir machen kann, ist wenn man mir sagt: „Danke, dass Du mich so nimmst, wie ich bin.“ Was anderes wäre denn schöner, als Menschen dieses Gefühl zu geben?

 

Welches ist dein Lieblingsplatz zu Hause?

Oh, diese Frage ist ganz leicht zu beantworten: Meine Hollywoodschaukel auf unserem Balkon. Hier kann ich sein, selbst wenn ich „tu“ (sprich arbeite). Hier sitze ich in unserem wunderschönen Haus auf der Terasse und blicke hinab in das Flusstal. Hier ist es abgeschlossen, ruhig und friedlich, und das sanfte Schwingen der Schaukel verbindet mich mit mir selbst. Hier bin ich ich, hier darf ich sein.

 

Was könntest du im Moment am meisten brauchen: Ausdauer, Ruhe, Mut, Gelassenheit?

Hm.. eigentlich bin ich gerade jetzt im Moment wunschlos glücklich. Im Moment. Was ich gebrauchen könnte, ist etwas mehr Stabilität in meinem Vertrauen.

 

Wenn du ein Problem einfach mit einem Fingerschnippen auflösen könntest, welches wäre das?

Egoismus. Wenn der Egoismus mit einem Fingerschnipp weg wäre, wären alle anderen Probleme auch gelöst: Es gäbe keine Kriege mehr, keinen Hunger, keine Gewalt, sondern eine Welt, in der jeder das Wohl des anderen wichtiger nimmt als sich selbst… seufz.... mir wird gerade ganz warm.

 

Gibt es Persönlichkeiten, die du gerne einmal kennenlernen würdest?

Klar, die meisten sind aber schon tot… von den noch Lebenden: Donald Trump, Erdogan, ehrlich. Mir würde interessieren ob die sind, wie sie scheinen. Und für mein nächsten Leben: Auf jeden Fall Gandhi.

 

Wie verbringst du am liebsten einen Samstag?

Ausschlafen, dann einkaufen und alles erledigen, was es fürs Wochenende zu erledigen gibt. Dann um ca. 12 Uhr auf dem Balkon frühstücken, den ganzen Tag faul, lesend auf der Hollywoodschaukel abhängen, zwischendurch eine kleine Abkühlung im Pool. Abends vielleicht zusammen grillen, wenn die Kinder und der Enkel vorbeischauen, oder auch ein paar Freunde, aber nicht zu lange bleiben, damit ich noch in Ruhe den Abend genießen kann und wenn der Mann dann im Bett ist und die Welt um mich herum schlafen gegangen ist, eine Runde Bridge Online spielen… Also in der Kurzfassung: auf der Hollywoodschaukel sitzen und den ganzen Tag nichts tun. Nicht dass es viele Samstage dieser Art gäbe…

 

Wofür kannst du dich richtig begeistern?

Für Menschen, die bereit sind, zu dienen und sich ihrem Schmerz zu stellen. Für alle, die bereit sind, auf der Suche nach sich selbst auch durch den tiefsten Müll zu waten und dabei ihre Lebensfreude nicht verlieren. Für Menschen, die bereit sind, alle Unwahrheiten aufzudecken, bis nichts mehr von uns übrig ist, als unsere pure Essenz und Gott.


Ich nominiere für den

liebsteraward_3lilapples

 

Gwynnefer Sylvia Kinne,

eine wunderbare Frau mit tiefer Weisheit und einem Zugang zur Weiblichkeit, die mich immer wieder sehr berührt und inspiriert. Ich kann es gar nicht erwarten, bis ihr Buch erscheint.

http://die.kraftvolle-weiblichkeit.de/blog/

 

Katrin Bargheer,

die sich zwar als Hundeflüsterin einen Namen gemacht hat, aber im eigentlichen Sinne eine Menschenflüsterin ist. Obwohl ich mit Hunden rein gar nichts am Hut habe, berührt mich ihre Liebe zu diesen Wesen zutiefst und ihre Gedanken sind einfach nur lesenswert.

http://www.hunde-institut.de/blog-intro.html

 

Stefanie Utsch-Jacobi,

hätte ich diese Frau nur ein paar Jahre früher kennengelernt, als mein Mann und ich selbst im Mühlenrad des unerfüllten Kinderwunsches dahingestrauchelt sind. Sie macht ihre Arbeit mit so viel Liebe, das ist in jedem Satz spürbar.

http://unerfuellterkinderwunsch.com/blog/

 

Susanne Sperlich,

die nicht nur wundervoll Bücher lektoriert, sondern auch wundervoll schreibt. Eine Frau, die für mich Stille und Tiefe personifiziert und von der ich so gerne, viel, viel mehr lesen möchte.

https://farbemensch.wordpress.com/

 

Hier dürft jetzt folgendes tun:

Danke der Person, die Dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke den Blog dieser Person in Deinem Beitrag.

Beantworte die 11 Fragen, die Dir der Blogger, der Dich nominiert hat stellt.

Nominiere 3 bis 11 weitere Blogger für den Liebster Award.

Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für Deine nominierten Blogger zusammen.

Schreibe diese Regeln Leitlinien in Deinen Artikel zum Liebster Award, damit die Nominierten wissen, was sie tun müssen.

Informiere Deine nominierten Blogger über die Nominierung und Deinen Artikel.

Das Logo „Liebster Award“ kannst Du hier herunterladen.


Meine Fragen:

 

  1. Wenn Du dich für drei Werte, die dein Leben prägen sollen entscheiden müsstest, welche wären das?

 

  1. Wie sieht dein perfekter Urlaub aus?

 

  1. Wieviele Stunden am Tag verbringst vor dem Bildschirm? (Handy, Tablet, PC, TV...)

 

  1. Knock out: Eine Woche kein Internet, kein Handy, kein TV, kein Telefon… wie geht es dir und was machst du in dieser Zeit?

 

  1. An was oder wen glaubst Du?

 

  1. Auf welche Art und Weise würdest Du gerne sterben?

 

  1. Welche Satz hättest du gerne auf deinem Grabstein stehen?

 

  1. Was zu tun, ist absolut undenkbar für dich?

 

  1. Wie tankst du Energie?

 

  1. Was wünscht du dir für dich selbst?

 

  1. Was wünscht Du dir für die Menscheit und diese Welt?

 

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Weibsbriefe – 3

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LiebesWeiblogo2Ernsbach, den 19. Juli 2016

 

 

 

 

 

    

                  
                               ich kann ja diese „5 Schritte für ein glückliches Leben“-, oder „7 Schritte für deinen Erfolg“- oder „3 Schritte für ein sechsstelliges Jahresgehalt“-Tipps überhaupt nicht leiden. Weiß jemand eigentlich weshalb sie in 99 Prozent der Fälle immer ungerade sind? Ganz selten gibt es mal 10 Schritte, aber ich befürchte, dass das den Meisten schon zu viel ist. Wer will schon 10 Schritte gehen, um etwas zu erreichen?

Wie auch immer, man soll ja seinen Horizont erweitern und seine Komfortzone verlassen. Deshalb bekommt ihr in diesem Brief auch mal ein Schritte-Programm. Sagen wir mal, wir starten mit drei. Drei Schritte sind doch superleicht umsetzbar.

Also heute im Weibsbrief: 3 Schritte, wie Du die weibliche Qualität des Dienens in Deinem Leben lebendig machst.

 

1.Vergiss Selbstverwirklichung.

 

Autsch. Ich weiß. Selbstverwirklichung ist das neue, moderne Trendwort für jede Frau. Ohne Selbstverwirklichung können wir ja niemals die sein, die wir wirklich sind. Ehrlich?
Bei der Selbstverwirklichung geht es in erster Linie um uns Selbst. Um MEINE Wünsche, MEINE Bedürfnisse, MEINE Talente und wie ICH mein Leben leben will. Prima. Es geht um mich. Und das steht nun mal dem Dienen im Weg. Da geht es nämlich um den anderen. Ums DU.

Ja, Du kannst jetzt gerne das Dienen sofort aus deiner Prioritätenliste streichen und dich weiter selbstverwirklichen. Aber Du musst auch wissen, dass in der Selbstverwirklichung eine weitere Bedeutung liegt – und das wird leider oft nicht wirklich kommuniziert. „Die möglichst umfassende Ausschöpfung der individuell gegebenen Möglichkeiten und Talente“.

Tja und es ist nun mal ein weibliches Talent, dass wir andere etwas wichtiger nehmen als uns selbst. Hey, sonst könnten wir nie Kinder bekommen. Denn was ist wichtiger, wenn das Baby nachts Hunger hat? Das Bedürfnis des Kindes zu stillen oder dein Schlaf? Ist doch keine Frage für eine Mama, und das nennt man Dienen. Und das können wir Frauen, das ist eines unsere Talente. Also wenn schon Selbstverwirklichung, dann bitte schöpfe deine weiblichen Möglichkeiten und Talente aus.

 

2. Stell die Bedürfnisse der Menschen um dich herum immer höher als Deine.

 

Ja, denn das ist ja der Kern um den es beim Dienen geht. Laut Definition im Duden bedeutet Dienen:

           sich einer Sache oder Person freiwillig unterordnen und für sie wirken;
          für jemanden, etwas eintreten

          nützlich, vorteilhaft sein; für etwas bestimmt sein

          jemandem behilflich sein, helfen

          gebraucht, benutzt, verwendet werden;
          einen bestimmten Zweck haben oder erfüllen

Jetzt mal ernsthaft. Klingt das nicht wundervoll? Ich weiß, es gibt mindestens zwei Trigger-Wörter: „Unterordnen“ und „benutzt“ – und wahrscheinlich empörst Du dich so über diese zwei Worte, dass Du die anderen schon gar nicht mehr wahrnimmst. Aber wollen wir nicht wirksam sein? Ist es nicht erstrebenswert, für jemanden einzutreten, nützlich zu sein? Für meine Kinder oder meinen Partner oder meine Freude. Ihnen zu helfen? Und geht es bei der ganzen Selbstverwirklichung nicht darum, herauszufinden „für was wir bestimmt sind“?

Ich meine, 3-Schritte-Programm hin oder her. Ich sage nicht, dass es immer leicht ist. Ja, als Mama haben wir noch den besten Zugang dazu. Im Idealfall schließen wir unseren Mann mit ein.

Ich versuche zumindest mein Bestes, meinem Mann zu dienen. Meinen Teil dazu beizutragen, dass er sich selbst verwirklichen kann, mein Möglichstes zu tun, dass er sein Glück findet.

Es liegt in den Kleinigkeiten. Spaghetti zu kochen anstatt Makkaroni, weil er sie lieber mag. Eine Kriegsdoku mit ihm anzuschauen anstatt auf die romantische Liebeskomödie zu bestehen. Immer wieder mit Interesse zuhören, wie die Effektgeräte für die Gitarre auf dem Board neu verkabelt sind…(O.k. letzteres ist manchmal keine Kleinigkeit.....)

In all diesen Kleinigkeiten können wir üben. Und glaub mir, Du wirst wunderbare Erfahrungen machen. Aber dafür erstmal der nächste Schritt:

 

3. Hör auf zu denken, dass Du zu kurz kommst.


Diese Art zu Denken ist meist die Ursache unserer Weigerung, zu dienen. Allein die Frage „wo bleib‘ denn dann ich“ – ist geprägt von Survival – die grundlegende Überlebensangst, die wir Menschen – wie übrigens alle Säugetiere in uns haben. Dieser Suvirval ist, was unseren Alltag prägt. Angst vor der Zukunft, Angst vor finanzieller Not, Angst nicht versorgt zu werden, Angst nicht geliebt zu werden, Angst zu kurz zu kommen und zu Ende gedacht: Die Angst nicht zu überleben. Die gute Nachricht ist: Du wirst ganz sicher nicht überleben. Wir werden sterben, wir wissen nur nicht, wann und wie.
Und was uns Menschen von anderen Säugetieren unterscheidet, ist dass wir ein Bewusstsein haben. Wir können entscheiden: Survival oder Vertrauen?

Tatsache ist, es gibt ein universelles Gesetz, an das ich nicht nur glaube, sondern dass ich erfahren habe: Du bekommst immer, was Du gibst. Nicht immer sofort und ganz sicher nicht linear gesehen, aber im Großen und Ganzen erzeugt Liebe Liebe. Und Dienen Dienen. Also wenn Du dienst, dann wird dir gedient. Geh‘ aber nicht in die Falle, das Dienen als egoistisches Werkzeug zu benutzen. Ich sage dir nur: Du kommst nicht zu kurz.

Dienen ist eine bewusste Entscheidung und Handlung, die sehr viel Stärke, Würde und Größe erfordert. Wir haben von einer dienenden Frau dieses Bild der kleinen, grauen Maus, die sich alles gefallen lässt. Darum geht es nicht. Das ist neurotisches Angepasst sein und kein Dienen.

Während meiner Ausbildung habe ich mal den Satz gehört (Ich finde die Quelle leider nicht mehr)…“Für einen Mann ist es die Lebensaufgabe, zu lernen, was es bedeutet zu Dienen…“

Die einzige Chance, wie er das wirklich lernen kann,  ist, wenn wir Frauen es ihm vorleben.

Ja, ich weiß, ich habe leicht reden, denn ich bin gesegnet mit einem Mann an meiner Seite, der wissbegierig, ist zu lernen, was es heißt, zu dienen. Der mir dient. Tja, nun ist die Frage: Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?

Liebes Weib, Tatsache ist, die Welt braucht Menschen, die dienen. Und wir haben schon aus rein biologischer Funktion leichter Zugang zu diesem Talent. Also lasst uns würdevoll und stark dieser Welt dienen. Am besten fang‘ klein damit an. Mit Deinen Kindern, Deinem Mann, Deinen Arbeitskollegen, Deinen Freunden. Lass dich ausnutzen, benutzen, sei hilfreich, wirksam, nützlich und erfülle Deinen Zweck.

Dienen ist wie eine Tankstelle für Würde und Größe. Es lässt uns wachsen und erblühen, weil wir tun, was gebraucht ist.

Ich wünsche Dir diese Erfahrung von Herzen.

In Liebe

Dee

 

 

 

P.S. Bis nächste Woche. Dann wird es um das spannende Thema Selbstaufgabe gehen.

 

 

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LiebesWeiblogo2Ernsbach, den 19. Juli 2016

 

 

 

 

 

    

                  
                               ich kann ja diese „5 Schritte für ein glückliches Leben“-, oder „7 Schritte für deinen Erfolg“- oder „3 Schritte für ein sechsstelliges Jahresgehalt“-Tipps überhaupt nicht leiden. Weiß jemand eigentlich weshalb sie in 99 Prozent der Fälle immer ungerade sind? Ganz selten gibt es mal 10 Schritte, aber ich befürchte, dass das den Meisten schon zu viel ist. Wer will schon 10 Schritte gehen, um etwas zu erreichen?

Wie auch immer, man soll ja seinen Horizont erweitern und seine Komfortzone verlassen. Deshalb bekommt ihr in diesem Brief auch mal ein Schritte-Programm. Sagen wir mal, wir starten mit drei. Drei Schritte sind doch superleicht umsetzbar.

Also heute im Weibsbrief: 3 Schritte, wie Du die weibliche Qualität des Dienens in Deinem Leben lebendig machst.

 

1.Vergiss Selbstverwirklichung.

 

Autsch. Ich weiß. Selbstverwirklichung ist das neue, moderne Trendwort für jede Frau. Ohne Selbstverwirklichung können wir ja niemals die sein, die wir wirklich sind. Ehrlich?
Bei der Selbstverwirklichung geht es in erster Linie um uns Selbst. Um MEINE Wünsche, MEINE Bedürfnisse, MEINE Talente und wie ICH mein Leben leben will. Prima. Es geht um mich. Und das steht nun mal dem Dienen im Weg. Da geht es nämlich um den anderen. Ums DU.

Ja, Du kannst jetzt gerne das Dienen sofort aus deiner Prioritätenliste streichen und dich weiter selbstverwirklichen. Aber Du musst auch wissen, dass in der Selbstverwirklichung eine weitere Bedeutung liegt – und das wird leider oft nicht wirklich kommuniziert. „Die möglichst umfassende Ausschöpfung der individuell gegebenen Möglichkeiten und Talente“.

Tja und es ist nun mal ein weibliches Talent, dass wir andere etwas wichtiger nehmen als uns selbst. Hey, sonst könnten wir nie Kinder bekommen. Denn was ist wichtiger, wenn das Baby nachts Hunger hat? Das Bedürfnis des Kindes zu stillen oder dein Schlaf? Ist doch keine Frage für eine Mama, und das nennt man Dienen. Und das können wir Frauen, das ist eines unsere Talente. Also wenn schon Selbstverwirklichung, dann bitte schöpfe deine weiblichen Möglichkeiten und Talente aus.

 

2. Stell die Bedürfnisse der Menschen um dich herum immer höher als Deine.

 

Ja, denn das ist ja der Kern um den es beim Dienen geht. Laut Definition im Duden bedeutet Dienen:

           sich einer Sache oder Person freiwillig unterordnen und für sie wirken;
          für jemanden, etwas eintreten

          nützlich, vorteilhaft sein; für etwas bestimmt sein

          jemandem behilflich sein, helfen

          gebraucht, benutzt, verwendet werden;
          einen bestimmten Zweck haben oder erfüllen

Jetzt mal ernsthaft. Klingt das nicht wundervoll? Ich weiß, es gibt mindestens zwei Trigger-Wörter: „Unterordnen“ und „benutzt“ – und wahrscheinlich empörst Du dich so über diese zwei Worte, dass Du die anderen schon gar nicht mehr wahrnimmst. Aber wollen wir nicht wirksam sein? Ist es nicht erstrebenswert, für jemanden einzutreten, nützlich zu sein? Für meine Kinder oder meinen Partner oder meine Freude. Ihnen zu helfen? Und geht es bei der ganzen Selbstverwirklichung nicht darum, herauszufinden „für was wir bestimmt sind“?

Ich meine, 3-Schritte-Programm hin oder her. Ich sage nicht, dass es immer leicht ist. Ja, als Mama haben wir noch den besten Zugang dazu. Im Idealfall schließen wir unseren Mann mit ein.

Ich versuche zumindest mein Bestes, meinem Mann zu dienen. Meinen Teil dazu beizutragen, dass er sich selbst verwirklichen kann, mein Möglichstes zu tun, dass er sein Glück findet.

Es liegt in den Kleinigkeiten. Spaghetti zu kochen anstatt Makkaroni, weil er sie lieber mag. Eine Kriegsdoku mit ihm anzuschauen anstatt auf die romantische Liebeskomödie zu bestehen. Immer wieder mit Interesse zuhören, wie die Effektgeräte für die Gitarre auf dem Board neu verkabelt sind…(O.k. letzteres ist manchmal keine Kleinigkeit.....)

In all diesen Kleinigkeiten können wir üben. Und glaub mir, Du wirst wunderbare Erfahrungen machen. Aber dafür erstmal der nächste Schritt:

 

3. Hör auf zu denken, dass Du zu kurz kommst.


Diese Art zu Denken ist meist die Ursache unserer Weigerung, zu dienen. Allein die Frage „wo bleib‘ denn dann ich“ – ist geprägt von Survival – die grundlegende Überlebensangst, die wir Menschen – wie übrigens alle Säugetiere in uns haben. Dieser Suvirval ist, was unseren Alltag prägt. Angst vor der Zukunft, Angst vor finanzieller Not, Angst nicht versorgt zu werden, Angst nicht geliebt zu werden, Angst zu kurz zu kommen und zu Ende gedacht: Die Angst nicht zu überleben. Die gute Nachricht ist: Du wirst ganz sicher nicht überleben. Wir werden sterben, wir wissen nur nicht, wann und wie.
Und was uns Menschen von anderen Säugetieren unterscheidet, ist dass wir ein Bewusstsein haben. Wir können entscheiden: Survival oder Vertrauen?

Tatsache ist, es gibt ein universelles Gesetz, an das ich nicht nur glaube, sondern dass ich erfahren habe: Du bekommst immer, was Du gibst. Nicht immer sofort und ganz sicher nicht linear gesehen, aber im Großen und Ganzen erzeugt Liebe Liebe. Und Dienen Dienen. Also wenn Du dienst, dann wird dir gedient. Geh‘ aber nicht in die Falle, das Dienen als egoistisches Werkzeug zu benutzen. Ich sage dir nur: Du kommst nicht zu kurz.

Dienen ist eine bewusste Entscheidung und Handlung, die sehr viel Stärke, Würde und Größe erfordert. Wir haben von einer dienenden Frau dieses Bild der kleinen, grauen Maus, die sich alles gefallen lässt. Darum geht es nicht. Das ist neurotisches Angepasst sein und kein Dienen.

Während meiner Ausbildung habe ich mal den Satz gehört (Ich finde die Quelle leider nicht mehr)…“Für einen Mann ist es die Lebensaufgabe, zu lernen, was es bedeutet zu Dienen…“

Die einzige Chance, wie er das wirklich lernen kann,  ist, wenn wir Frauen es ihm vorleben.

Ja, ich weiß, ich habe leicht reden, denn ich bin gesegnet mit einem Mann an meiner Seite, der wissbegierig, ist zu lernen, was es heißt, zu dienen. Der mir dient. Tja, nun ist die Frage: Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?

Liebes Weib, Tatsache ist, die Welt braucht Menschen, die dienen. Und wir haben schon aus rein biologischer Funktion leichter Zugang zu diesem Talent. Also lasst uns würdevoll und stark dieser Welt dienen. Am besten fang‘ klein damit an. Mit Deinen Kindern, Deinem Mann, Deinen Arbeitskollegen, Deinen Freunden. Lass dich ausnutzen, benutzen, sei hilfreich, wirksam, nützlich und erfülle Deinen Zweck.

Dienen ist wie eine Tankstelle für Würde und Größe. Es lässt uns wachsen und erblühen, weil wir tun, was gebraucht ist.

Ich wünsche Dir diese Erfahrung von Herzen.

In Liebe

Dee

 

 

 

P.S. Bis nächste Woche. Dann wird es um das spannende Thema Selbstaufgabe gehen.

 

 

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WeibsBriefe – 2

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LiebesWeiblogobriefErnsbach, den 12. Juli 2016

 

 

 

 

 

               seit zwei Tagen sitze ich jetzt schon vor diesem weißen Blatt Papier (naja, meinem Fall natürlich die weiße Fläche des Word-Dokuments, aber das klingt nun mal nicht so lyrisch.) Weiß und leer ist beides und dies ist der gefühlt 100. Versuch, es mit Worten zu füllen.

Ich weiß ziemlich genau, was ich will. Ich will über die weiblichen Prinzipien schreiben, ich will Dich einladen, Dich als Frau, als Weib mit diesen Prinzipien auseinanderzusetzen, ich will, dass Werte wie Hingabe, Dienen, Sein, Vertrauen, Loslassen und Miteinander wieder ein fester Teil dieser Gesellschaft, ja dieser Welt werden. Durch Dich, durch uns als Weiber. Ich weiß nur nicht, WIE ich das machen soll.

Denn jedes Mal, wenn die Finger hier über die Tasten tippen, verbinde ich mich mit männlichen Prinzipien. Naja, muss ich ja auch, denn durch mein pures Sein tippt sich der Brief nun mal nicht. Also muss ich es „tun“, und da wären wir schon beim männlichen Prinzip.

Dann will ich hier natürlich Unterscheidungen treffen, sprich: Ich muss Trennen – männliches Prinzip. Ich will Dich auch aufwecken, laut schreiend sagen: „Hey Weib, erinnere Dich mal, wofür Du auf dieser Welt bist“ – super-männliches Prinzip von Aggression und Kampfbereitschaft.

Das sind gute Prinzipien ehrlich, auch wir Weiber brauchen sie. Aber irgendwie kommt es mir total paradox vor, Dich mit männlichen Prinzipien als Weib dazu einzuladen, Dich wieder mit Deinen weiblichen Prinzipien zu verbinden.

Schon das Wort Prinzipien klingt für mich so männlich.  Vielleicht nenne ich es ab sofort lieber Qualitäten.

Damit Du mich besser verstehen kannst (verstehen = männlich), schreibe ich mal die Prinzipien, äh, Qualitäten für Dich auf. Damit Dir klar ist, worüber ich hier eigentlich schreibe.

 

                         Männliche Prinzipien               Weibliche Prinzipien
                             Sonne | aktiv                           Mond | passiv         

                             Tun | Machen                     Sein | geschehen lassen

                               Anspannen                                Entspannen

                                 Denken                                       Fühlen

                                  Geben                                     Empfangen

                              Verurteilen                                  Vergeben

                                Trennen                                     Verbinden

                                  Logik                                         Intuition

                                Technisch                                   Natürlich

                                  Schnell                                      Langsam

                                 Angriff                                     Anpassung

                                Kontrolle                                     Vertrauen

                                  Kampf                                         Hingabe

                     Egozentriert | Egoistisch                 Selbstlos | Dienen

                              Einzelgänger                           Gemeinschafswesen

 

Verstehst Du jetzt, warum es mir so schwerfällt, diesen Brief zu schreiben?

Ich muss aktiv sein, ich muss es tun, ich sollte  dabei mein Denken einschalten – schon allein der Rechtschreibung wegen – der Brief sollte logisch aufgebaut sein, ich will dir etwas geben, anschließend muss ich die ganze Technik  (Blog, Homepage, etc...) machen. Und mal ganz ehrlich unter uns: Ich finde es tierisch wichtig, was ich zu sagen habe, und denke, dass alle Weiber dieser Welt das hören müssen –Egozentriertheit (= männlich) lässt grüßen.

So, wie es mir allein mit dem einfachen Schreiben dieses Briefes geht, so geht es uns Weibern jeden Tag. Unsere Welt funktioniert nun mal auf der Basis von männlichen Qualitäten, und wir Frauen haben uns dieser Welt extrem angepasst, weil wir da draußen nun mal mitagieren.

Das war was anders, als wir noch in unseren Höhlen saßen. Da waren die Männer in der Welt unterwegs, um Mammuts zu jagen und Kriege zu führen. Während wir gemütlich in der näheren Umgebung Beeren gesammelt haben, im Kreis saßen, die Kinder gehütet haben oder gemeinsam die Felle des Mammuts verarbeitet haben.

Heute gehen wir mit auf Mammutjagd. Ja wir führen sogar Kriege.

Gestern habe ich mich, nachdem ich zwei Seiten gefüllt und dann wieder gelöscht habe, an einen Film erinnert, den ich vor einigen Jahren mit einigen Freunden gesehen habe. Er heißt die Akte Jane. Ich weiß noch, wie verstört ich war, weil alle diese Frau so toll fanden und ich einfach nur erschrocken war und es überhaupt nicht verstehen konnte.

In dem Film geht es um die Navy Seals, die Elite-Kampftruppe der US Streitkräfte, und irgendeine Senatorin will durchsetzen, dass auch Frauen aufgenommen werden. Die Wahl fällt auf Demi Moore – im Film heißt sie Jane. Und so geht diese Frau durch das härteste Training dieser Welt. Tagelang kein Schlaf, Training bis zum Umfallen, körperlicher Schmerz, permanente Erniedrigung, weil die Ausbilder dir mit dem Megaphon die ganze Zeit ins Ohr brüllen, was für ein Schlappschwanz du bist. Die Gute zieht das echt durch. Sie besteht sogar darauf, keine Bonus-Zeiten und Extras zu bekommen, weil sie eine Frau ist. (Hier sei mal angemerkt liebe Mitweiber: Es gibt ganz viele Frauen, die rennen die 100 Meter schneller als so mancher Mann. Aber ich garantiere Euch: Der schnellste Mann wird immer schneller sein, als die schnellste Frau. Hat was mit Körperbau, Größe und Muskeln und Hormonen zu tun.)

Aber zurück zu unserer tapferen Soldatin: Sie rasiert sich die Haare, lässt sich prügeln, demütigen, trainiert wie eine Irre, um zu beweisen, dass sie genauso gut ist wie die Männer. Eigentlich ja sogar noch besser, weil sie ja die körperlichen Nachteile kompensieren muss. Und natürlich wird sie von ihren Kameraden überhaupt nicht akzeptiert. Erst als sie im Kampf ihrem Ausbilder anbrüllt: „Leck meinen Schwanz.“

Hm.

Jubel in der Männertruppe.

Großes Fragezeichen bei mir.

Ist das eine Begleiterscheinung der Emanzipation? Dass ich als Frau rufe „Leck meinen Schwanz“ und dadurch endlich die Anerkennung bekomme, die ich so dringend will oder meine zu brauchen.

Ja, man kann natürlich den Film unter dem Aspekt sehen von „wenn Du was wirklich willst und dafür kämpfst, dann schaffst du es auch“. Mir persönlich fehlt der Zugang dazu.

Ich finde es unglaublich traurig, dass wir Weiber heute in Kriege ziehen und als Soldatinnen kämpfen. Ich meine, ich finde Kriege an sich schrecklich, und ich finde auch furchtbar, dass Männer in den Krieg ziehen. Aber es gibt nun mal Kriege auf unserer Welt. Noch. Aber wollen wir als Frauen wirklich wie Jane sein?

Wie weit werden wir es treiben, das Spiel der Männer mitzuspielen? Bis wir ihnen zurufen „Leck meinen Schwanz?“

Ich will ein Weib sein und ich will, dass die weiblichen Qualitäten wieder eine Bedeutung und Wertigkeit bekommen für mich, ganz persönlich. Nicht gegen die männlichen Qualitäten, sondern im gesunden Ausgleich und Einklang. Im Miteinander der Qualitäten.

Liebe Grüße,

Deine

Dee

 

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Briefe an die Frauen – der erste Brief

Posted 9 KommentareVeröffentlicht in Briefe an die Frauen

LiebeFrau-logoErnsbach, den 4. Juli 2016

 

 

 

 

 

 

fühlst Du Dich angesprochen von dem Titel? Ich hab lange überlegt, ob ich meine Briefe nun an Dich als Frau schreiben soll oder an Dich als Weib. Ja, ich weiß, Weib ist heutzutage irgendwie negativ besetzt. Ich erinnere mich an eine Szene, als mein Mann Matthias und ich vor einigen Wochen bei der Bürgermeisterwahl unseres Städtchens hier im Hohenlohischen waren. Hier ist die Welt noch altmodisch, ein wenig spießig und ehrlich. Ich liebe das ja.

Aber ich will nicht abschweifen. Also, es war ziemlich eng, und mein Mann, Gentleman, der er nun mal ist, hat mir in der Enge einen Weg gebahnt, mich am Arm genommen und gesagt: „Komm, Weib.“ Ganz liebevoll. Aber meine ehemalige Nachbarin, ungefähr 20 Jahre älter als ich, stand direkt hinter uns und hat nach Luft geschnappt. „Sag mal“, hat sie zu mir gesagt, „so lässt Du mit Dir reden.“ Ich hab innerlich gelächelt, äußerlich auch, aber nicht ganz so amüsiert, und hab ihr nur gesagt: „Ich bin nun mal ein Weib.“ (Übringes ist die wertfreie Bedeutung von Weib nichts anderes als "Ehefrau".)

Nicht dass ich nicht auch eine Frau bin, natürlich, so rein biologisch sowieso, und es ist ja auch der korrekte Begriff für unser Geschlecht. Aber Frauen sind wir ja alle. Also Angela Merkel ist eine Frau und Ursula von der Leyhen, nur um mal ein paar Promis als Beispiel zu nennen. Oder Rita Süßmuth. Als Weiber würde ich die irgendwie nicht bezeichnen. Veronica Ferres ist so eine aus der Prominentenriege, die ich eher in die Weiber-Kategorie einordnen würde.

Irgendwie schade, dass dieser Begriff so negativ bewertet wird. Schließlich will ich ja über „weibliche“ Qualitäten schreiben in meiner neuen Blogreihe. Und dennoch scheue ich mich, sie „Briefe an die Weiber“ zu nennen. „Briefe an die Frauen“ klingt da schon verträglicher. Was meinst Du? Fühlst Du Dich als Weib? Oder doch eher als Frau? Gibt es für Dich einen Unterschied?

Wenn Du jetzt die Wahl hast, jede Woche von mir einen „Brief an die Frauen“ oder einen „Brief an die Weiber“ zu bekommen, welchen würdest Du wählen? Also nur so unter uns, inhaltlich steht genau das gleiche drin, das ist nicht die Frage. Ich schreibe, was ich zu schreiben habe. Über die ureigenen, weiblichen Qualitäten. Dinge wie Dienen, Empfangen, Selbstaufgabe, Sein und Hingabe. Hey, und ordne mich jetzt bitte nicht als völlig altmodisch Zurückgebliebene ein. Erst vor Kurzem habe ich in Facebook so einen Test gemacht über „Wie modern bist Du?", und wisst ihr, was rauskam: 10% altmodisch, 90 % modern. Also nix da, mit altmodisch. Ja, ehrlich. Ich bin eine ziemlich moderne Frau. Oder noch besser: Ich bin ein modernes Weib.

Ich bin ein modernes Weib, das sich bemüht, ihrem Mann zu dienen, das hier übrigens nächtelang sitzt und Onlinemessestände baut, Webseiten erstellt und Erklärfilme produziert, während der Göttergatte den Enkel ins Bett bringt… Dieses Bild war für einen kurzen Moment auch für mich etwas schwer zu verdauen. Aber, darum geht es mir ja auch gar nicht. Die Frage ist überhaupt nicht, was ich tue, sondern mit welcher Absicht ich es tue. Und meine Absicht ist, meinem Mann zu dienen.

Was geht in dir vor, wenn Du diesen Satz liest? Was denkst Du darüber? Ich weiß, für einen Blog, der dazu dienen soll, dir neue Erkenntnisse, Werkzeuge und Tipps zu geben, sind das viele Fragen anstelle von umsetzbaren Antworten. Aber noch bin ich mitten im Geburtsprozess, und ich weiß noch nicht so ganz genau, welches Baby da rauskommen wird.

War es nicht toll, früher, als Frauen ohne Ultraschall noch nicht wussten, welches Wesen da auf die Welt kommen wird? nIch meine, ich wusste ganz genau, dass ich einen Sohn bekommen werde. Schließlich hatte ich mir immer eine Tochter gewünscht… und damals wusste ich noch nicht, dass das Leben mich liebt. Also, nachdem ich mir 10 Monate (ja, so lange hat meine Schwangerschaft gedauert – wer hat eigentlich diesen 9-Monate-Mythos verbreitet???) eingeredet hatte, dass man auch einen Sohn lieben kann, kam dann ganz überraschend meine Tochter auf die Welt…. Hm. Heute ist die übrigens selbst Mama, und wenn ich mir dieses wunderbare Wesen zu anschaue, komme ich wieder auf meine Ursprungsfrage zurück: Wünsche ich mir für sie, dass sie weiterhin zu einer tollen Frau heranreift (und sie ist auf einem wundervollen Weg dahin) oder wünsche ich mir für sie, dass sie zu einem wundervollen Weib wird?

Ehrlich gesagt: Wenn ich wählen dürfte, würde ich das Weib nehmen. Und Du? Was willst du sein? Frau oder Weib? An welche von beiden, sollen meine Briefe adressiert sein?

Alles Liebe

Dee

 

 

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